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Begleitung des Olympiaparks auf dem Weg zum Welterbe

  • 4. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. März



Als Verein Aktion Welterbe Olympiapark sind wir von der Landeshauptstadt München eingeladen, an der Erstellung des offiziellen Managementplan für die Welterbe-Bewerbung mitzuwirken. Neben der EIG, der Einwohnerinitiative des Olympiadorfes, vertreten wir mit unserem Vorsitzenden Utto Kammerl im Gremium die Zivilgesellschaft der Stadt.


Der Managementplan ist ein von der UNESCO zwingend geforderter Bestandteil der Bewerbung. In ihm werden alle Details für den Umgang mit dem Welterbe festgelegt. Er ist ein Planungs- und Handlungswerkzeug zur Fest­legung der Ziele und Maßnahmen, mit denen der Schutz, die Pflege, die Nutzung und Entwicklung einer Welterbestätte verwirklicht werden sollen. Die Fragestellungen sind: Was gefährdet den Olympiapark, Themen wie z.B. Übertourismus, Klimawandel, … und wie begegnet man diesen Gefährdungen. Wie wird der Park künftig entwickelt und betrieben? Was sind die Rahmbedingungen hierfür?


Mehr als zwei Jahre sind für die Erstellung des Managementplans angesetzt, der dann am Ende im Stadtrat diskutiert und verabschiedet wird. Im Gremium vertreten sind natürlich alle Eigentümer des Parks, also die Landeshauptstadt, vertreten durch die Olympiapark GmbH, der Freistaat Bayern, die Stadtwerke München, die TU München und das Studentenwerk. Außerdem beteiligt sind Fachbehörden auf kommunaler und Landesebene, vom Baureferat mit seiner Gartenbauabteilung über das Referat für Klimaschutz und Umwelt bis hin zum Mobilitätsreferat. Das Planungsreferat mit seiner Denkmalschutzabteilung hat die Federführung für die Planung. Organisiert und begleitet wird das Verfahren von der darauf spezialisierten Berliner Agentur Urbanexpert, die zum Beispiel bereits den Managementplan für das Welterbe Regensburg erarbeitet hat.


Mehr zum Managementplan:


Wie haben wir uns bisher in den Plan eingebracht?


Die UNESCO unterscheidet zwei Kategorien in ihrem Weltkulturerbe-Programm, das materielle und das immaterielle Welterbe. Der Olympiapark soll laut Antrag materielles Welterbe werden.  Unseres Erachtens wurden daher im Antrag bisher die immateriellen, ideellen Grundlagen des Gesamtkunstwerks nicht ausreichend gewürdigt. Mit auf unsere Initiative hin wird nun für den Managementplan eine ausführlichere Präambel formuliert, in dem als gemeinsames Verständnis der historisch-politische Zusammenhang und die immaterielle, ideelle Basis des Gesamtkunstwerks zum Ausdruck kommen soll. Ohne diese Einbettung wäre das materielle Gesamtkunstwerk nicht zu verstehen. Ein weiterer Aspekt, den wir in den Managementplan bisher einbringen konnten, sind die unseres Erachtens unterrepräsentierten Gedanken des maßgeblichen Landschaftsarchitekten Günter Grzimek bezüglich der „Mannigfaltigkeit“ bzw. Biodiversität im Park, wie man heute sagen würde.


Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass der Managementplan vollumfänglich die Grundgedanken und Visionen des Olympiaparks im Sinne seiner Gestalter beinhaltet.

 
 
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